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Forderungen nach intensiver Wildschweinbejagung werden lauter

In Polen wird Kritik laut am Umgang der Politik mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Westen des Landes. Die Landwirtschaftskammer der Wojewodschaft Großpolen warf den zuständigen Behörden und Amtsträgern am Wochenende vor, dem Virus "hinterherzulaufen" und nicht alle möglichen Schritte zur Eindämmung der Seuche zu unternehmen. Der öffentlichen Meinung und den Positionen von Umwelt- und Tierschützern werde mehr Gewicht eingeräumt als den Belangen der Schweinehalter vor Ort, moniert die Kammer.

Die Landwirtschaftskammer pocht insbesondere auf eine deutlich intensivere Bejagung von Wildschweinen, um so die Weiterverbreitung des ASP-Virus zu verhindern. Sie verweist darauf, dass vor kurzem im zur benachbarten Wojewodschaft Lebus gehörenden Landkreis Wschowski 22 infizierte Wildschweine in einem relativ kleinen Gebiet aufgefunden worden seien. Komme es in Großpolen mit seiner ungleich dichteren Schweinehaltung zu ähnlichen Ausbrüchen, nützten die besten Biosicherheitsmaßnahmen nichts, warnt die Kammer. In Großpolen wird schätzungsweise ein Drittel des gesamten polnischen Schweinebestands gehalten.

Die Kammer kritisiert auch, dass es dort, wo aus Präventionsgründen Schwarzwild verstärkt bejagt werde, umgehend zu Behinderungen durch Tier- und Umweltschützer komme. Nach ihrer Einschätzung sollte deshalb erwogen werden, den Zugang zu Wäldern in Risikogebieten zu beschränken. Notwendig sei auch eine breit angelegte Informationskampagne, um die Öffentlichkeit über die Risiken der Afrikanischen Schweinepest und die notwendigen Schritte zu deren Eindämmung aufzuklären. AgE


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